Rückreise - Die Angst des Vergessens

Samstag, 21.06.2014

Zu aller erst bin ich sehr froh, dass ich meine Wäsche gestern abend noch bekommen habe. Als ich gegen Mitternacht bei den Motorroller-Ganoven, die ja noch im Besitz meiner Wäsche waren vorbeikam, freute ich mich sehr, dass der Laden noch bzw. wieder geöffnet war.  So bekam ich zum Glück die Kleidung in gewaschenen Zustand zurück und war beruhigt, ein Stressfaktor vor Abreise also weniger. Im Vorfeld zweifelte ich schon etwas daran . Am nächsten morgen hatte der Laden übrigens wieder geschlossen. Tja, geregelte Öffnungszeiten sind da eben ein Fremdwort. Ich habe im Laufe der vergangenen beiden Wochen die Mentalität der Thais etwas besser kennengelernt. Oberstes Gesetz ist keine Hektik aufkommen lassen bzw. lieber alles ganz langsam angehen, schnell und zackig geht erst mal überhaupt nicht. Die lassen einen teilweise extrem lange warten, Beanstandungen "sitzen sie aus" und ignorieren dich einfach bis es dir irgendwann doch recht wird (siehe Motorroller). Diskutieren ist ja aufgrund der mangelnden Englischkenntnisse bekanntlich kaum möglich bzw. sinnvoll. Bei Kellner im Restaurants merkt man auf den ersten Blick, wenn es jemanden freut oder wenn jemand halt eben keine Lust hat. Die Arbeitseinstellung ist hier ganz eine andere, ruhig und komot ist hier das Motto. In der Regel arbeiten ein paar, viele stehen rum. Bei uns daheim hätte eine Firma kaum Freude mit dieser Einstellung. Aber dafür strahlen sie eben genau diese Ruhe und Zufriedenheit aus, Stress ist hier eher nicht die Regel. Vielleicht hat das auch mit der Hitze zu tun, dass sie sich nicht überanstrengen . Sie genießen wohl das Leben und scheinen mit dem was sie haben, zufrieden zu sein. Natürlich versuchen sie, den Touristen wenn immer es geht das Geld aus der Tasche zu ziehen, aber das ist ja in allen Urlaubsländer der Fall. Auf alle Fälle sind fast alle total freundlich und hilfsbereit. Die jungen Damen legen auf ihr Aussehen höchsten Wert, ich weiß nicht wie oft ich es gesehen habe, dass sich ein Mädchen nachschminkt bzw. puddert. Und eigentlich starren sie entweder ins Handy oder in den Fernseher. In meinem Resort "arbeitete" ein Ladyboy, falls man das überhaupt arbeiten nennen kann. Die Tauchlehrerin erzählte uns, dass er nur als "Glücksbringer" eingestellt wurde . Offenbar bringen Ladyboys also Glück ? Unglaublich, oder ?

Die Fahrt mit der Fähre war bei Kaiserwetter und kaum Wellengang absolut friedlich, die besagten Tüten blieben diesmal an den angestammten Plätzen. Umstieg in Kho Phangan (somit kann ich angeben, dass ich auch dort gewesen bin ), weiter gings mit der nächsten Fähre nach Surat Thani. Ich habe es am Oberdeck regelrecht genossen. Koh Tao habe ich somit nun auch hinter mir gelassen, nur meine Crocs 1.0 haben es tatsächlich vorgezogen, ihren Lebensabend mit einem neuen, unbekannten Besitzer dort zu verbringen. Crocsi 2.0 ziehen nun nach Hötzeneck, werden allerdings wohl keine hohe Lebenserwartung haben. Ansonsten habe ich neben dem USB-Stick nichts weiteres verloren, war aber ziemlich oft knapp dran . Am meisten hatte ich immer Angst, wenn ich im Meer schwimmen war, dass mir jemand mein Zeug stibitzt, es gab ja keinen Aufpasser am Strand. Das hat mich immer ziemlich gestresst und war somit mit einem Auge vom Wasser aus immer am Strand, ob eh noch alles dortliegt. An sich ist ja ohnehin nicht sinnvoll, den hätte es jemand tatsächlich drauf a gelegt, hätte ich gar nicht so schnell aus dem Wasser rauslaufen können um den Dieb zu dtellen . Natürlich nimmt man in der Regel eh immer nur das Notwendigste mit an den Strand, aber um Samsi machte ich mir immer die größten Sorgen, er ist ja mein Manager und Fotograf . Angst, das Erlebte hier zu vergessen habe ich allerdings überhaupt keine. Die oberflächigen Erinnerungen werden sich in meinem Inneren festigen und wohl bis zu meinem Lebensende dort gespeichert bleiben. Für alle weiteren Details habe ich ja meinen Blog, der zwar rlativ zeitintensiv war aber ich echt froh bin, mir Tag für Tag die Zeit dafür genommen zu haben. Der Abend war in der Regel mit essen, Blogschreiben bzw. Fotos hochladen im Internetcafe (das ging leider nicht via Samsi) sowie manchmal noch massieren verplant. So kam ich auch kaum mal vor Mitternacht ins Hotel zurück. Ich habe viele, viele lustige Dinge erlebt. Ich muss teilweise auch selber etwas schmunzeln, wenn ich das im Nachhinein nun lese. Natürlich würde ich bei der nächsten Reise einige Dinge etwas anders machen, schließlich habe ich nun bereits etwas Erfahrung und bin kein "Newbie" mehr (so nennt man das im Fachjargon in den Internetforen). I`ll be irgendwann back würde Arnold sagen, aber dann nur mehr mit Maria. 

Nur mit einer halben Stunde verspätet kamen wir um kurz nach 16.00h am Flughafen Surat Thani an. Das ist ein ziemlich kleiner, überschaubarer Flughafen. Sehr wenig Frquenz hier. Die Verspätung war war mir ganz egal, schließlich ging der Flug mit Thai Airways eh erst um 19.30h. So habe ich die Zeit mit Essen etwas überbrückt, ein letztes mal ein typisch thailändisches Essen (Eiernudeln mit Meeresfrüchten und Fisch). Kulinarisch bin ich hier voll auf meine Kosten gekommen . Flug mit Thai Airways nach Bangkok in einer Stunde, danach noch die Wartezeit mit der tatsächlich letzten Thaimassage überbrückt. Da musste ich sogar einen Pujama (schreibt man das so?) anziehen. Die kleine Thai packte ordentlich an, so schmerzhaft  und teuer  war das in den letzen beiden Wochen sonst nirgendwo. Aber ich musste ja schließlich die letzten Baht an den Mann, in diesem Fall wohl besser an die Frau bringen. Und jetzt nichts wie rein in den Jet, Heimat ich komme .....

Mit den Worten unseres großen Kaisers möchte ich den Blog nun endgültig beschließen: "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!" Ich möchte mich auch bei jedem einzelnen virtuellen Begleiter meines Reiseabenteuers bedanken, mehr als 700 Zugriffe habe ich zu verzeichnen. Danke auch für die netten Postings, ich habe mich über jedes einzelne gefreut. Und noch einen großen Vorteil hat so ein Reisetagebuch: Ich muss das Erlebte nicht X-mal erzählen, sondern verweise einfach auf den Blog - he he he . Außerdem wüsste ich echt nicht, was ich zusätzlich noch erzählen könnte, der Blog ist quasi lückenlos festgehalten, das kann man gar nicht so erzählen wie ich ih detailliert geschrieben ha e. @ Brigitte L.: Ich habe im Zuge meiner ganzen Reise immer wieder nach Bierdeckeln Ausschau gehalten, hab allerdings echt nichts gefunden, sorry.

Ich freue mich bereits, wenn ich euch alle in absehbarer Zeit wieder sehen kann. Am meisten freue ich mich allerdings auf meine Familie und einen Schnapser mit dem Chef. Auch freue ich mich auf die Fußball-WM, die erst jetzt so richtig für mich beginnt. Durch die 5stündige Zeitverschiebung war es nur schwer möglich Spiele zu sehen. Wie ich aber aus der Ferne feststellen durfte, bin ich in der aktuellen Zwischenwertung vom Tippspiel Gasthaus Lang vorne dabei, hoffentlich bleibts bis zum Schluss so. Go Germany, gooooo ...

Und zum Abschluss der letzte große Dank an Maria, die mir dieses Abenteuer überhaupt möglich gemacht hat und nun 16 Tage ohne meine Unterstützung ganz alleine daheim alles für und mit Kind und Kegel geregelt hat. Lisi und Hoida-Oma und Opa haben sicher auch wie immer super unterstützt. Schatz, ich liebe dich, du bist die BESTE .

 

 

FESCH WOAS 

Letzter Tag - Motorroller - Schnorcheln

Freitag, 20.06.2014

Tja, nun ist es also soweit. Mein Abenteuer Thailand geht mit großen Schritten dem Ende entgegen. Morgen um 09.00h beginnt die lange Rückreise in die Heimat. Wenn mich der liebe Gott so wie in den vergangenen 2 Wochen beschuetzt, sollte ich meine Liebsten am Sonntag am späten Vormittag (wohl etwas übermüdet, auch aufgrund des Jetlags) in die Arme schließen können. Vorher noch ein Update zu gestern abend und heute:

Nachdem wir abends gut gespeist hatten (sitzend am Boden, das Lokal war komplett voll und alle Tischplätze waren bereits besetzt) haben mich die beiden Mädels etwas dabei unterstützt, ein passendes Mitbringsel für Maria und Jara zu finden. Dank deren Hilfe war auch relativ schnell etwas gefunden, aber natürlich haben wir Männer noch den Preis verhandeln wollen. Die Verkäuferin bewegte sich allerdings keinen Millimeter. Wir ließen allerdings auch nicht locker, bis sie uns nett aber doch ziemlich bestimmend des Standes verwiesen hat . Somit mussten wir die Suche von vorne beginnen. Dies gestaltete sich dann aber schwerer als ursprünglich angenommen. Wahrscheinlich wusste die Verkäuferin ganz genau, dass nur sie diese schönen Sachen verkauft (ich kann jetzt nicht verraten was es ist, sonst wäre es zuhause ja keine Überraschung mehr). Auf alle Fälle blieb nichts anderes übrig, als in die Höhle des Löwen zurück zu kehren und schön brav den Originalpreis zu bezahlen. Danach entschieden wir uns für kollektives massieren, alle wollten eine einstündige Fußmassage. Ich muss ehrlich sagen, das war die Beste im ganzen Urlaub, ich muss da heute nach dem Abendessen ein letztes Mal hin. Danach gings zurück ins Resort, noch einen Absacker auf dem Balkon der deutschen Kollegen. Auf das Festival haben wir verzichtet, es wurde auch so 02.00h morgens. Dann habe ich mich (wohl für immer) von meinen netten Urlaubsbekanntschaften verabschiedet. Die 4 sind mittlerweile bereits in Koh Phangan angekommen und haben in einem super Hotel eingecheckt. Wir sind in Wort und Bild via Whatsapp weiterhin in Kontakt.

Da es gestern später geworden ist, habe ich heute dementsprechend länger geschlafen. Erst um ca. 10.30h verließ ich das Zimmer, ich wollte mit dem Roller einerseits die Insel noch etwas erkunden, andererseits war ich auf der Suche nach einem schönenBADEstrand. Letzteres ist auf Koh Tao gar nicht so einfach. Zu dieser Erkenntnis bin ich aber erst gelangt, nachdem ich mir ein paar verschiedene Strände angesehen habe. Sie sind zwar alle bezaubernd schoen, sind aber aufgrund des niedrigen Wasserstandes und den vielen Korallen optimal für Schnorchler, weniger für Schwimmer. Der Badestrand Nummer 1 bleibt somit mit Abstand der in Koh Samui. Aber egal, ich habe mich daher entschieden, so rasch wie nur möglich eine Taucherbrille mit Schnorchel zu besorgen sowie auch neue Crocs. Die neu gekauften haben die Bezeichnung Crocs zwar nicht mal annähernd verdient, aber der Teufel frisst in der Not ja bekanntlich Fliegen. Ohne Schuhe ist es im Meer hier aufgrund der vielen Korallen aus meiner Sicht kaum möglich, man würde sich sehr schnell verletzten, was ich natürlich unbedingt vermeiden wollte - die meisten Unfaelle passieren schliesslich statistisch gesehen am letzten Tag  . Apropos verletzen: Auf diesen Straßen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, zu stuerzen. Die Qualität der Straßen ist echt eine Katastrophe. Die Hauptstraßen sind ja noch ganz ok, aber die Seitenstraßen, die großteils zu den Stränden führen, sind katastrophal. Um das andere Ende der Insel zu erreichen ist das wie die Überwindung eines Passes. Zuerst gehts hoch, dann wird es immer steiler bis man den höchsten Punkt erreicht hat (die Aussicht von dort ist natürlich genial), danach geht es in der selben Tonart wieder bis zur Küste bergab. Ich hatte speziell bei den Bergabfahren gestrichen die Hosen voll, denn immer wieder mündet so eine holprige Asphaltstraße in einen sandigen Schotterweg, und da muss man bergab beim Bremsen brutal aufpassen, damit das Rad - speziell vorne - nicht wegrutscht. Gestern hat mich mein Buddy übrigens hingewiesen, dass ich kein Kennzeichen auf dem Moped befestigt habe. Der Schreck war im ersten Moment natürlich sehr groß. Mein erster Gedanke war entweder verloren oder gestohlen. Zoff bei der Rückgabe war wohl vorprogrammiert. Allerdings habe ich dann festgestellt, das auch andere keine Nummerntafeln haben, das war beruhigend. Wie so oft, unvorstellbar in Vergleich zu daheim . Zoff sollte es dann trotzdem später geben, aber nicht wegen dem Kennzeichen, sondern diese Gauner haben sich einen anderen Grund ausgedacht ... Nachdem ich also den Roller abgestellt habe, geht die Tante um das Teil herum und beginnt zu motzen, dass bei der Plastikabdeckung des linken Außenspiegels Kratzer sind, die offenbar vorher nicht waren und ich nun den Spiegel bezahlen muss. Tatsächlich waren da total kleine Kratzer dran (wenn man nicht genau schauen wuerde, kaeme man nie drauf), aber die könnten aus meiner Sicht ja auch bereits vorber gewesen sein. Das habe ich ihr auch so gesagt und angekündigt, dass ich sowieso dafür nichts zahlen werde. Sie meinte dannn lapidar, dass ich dann auch den Pass nicht zurück erhalten werde (in Thailand bekommt man ein Motorrad nur, wenn man als Pfand den Pass hinterlegt). Gut, 1:0 für Thailand. Die nette Person verlangte 500 Baht (ca. € 12, also überschaubar) als Entschädigung, selbst auf Handeln ließ sie sich nicht ein. Sie wusste genauso wie ich, dass sie auf dem längeren Hebel saß. Die Geschichte passt ja exakt zu der vom Benzinabzapfen. Wenn ich mir irgendwann in meinem Leben im Urlaub nochmals einen Roller miete, werde ich sicher jeden kleinen Kratzer im Beisein des Vermieters mit der Kamera festhalten, dann hab ich Beweise, die im aktuellem Fall leider fehlten. Heute darf ich bei dieser Bluzn noch die abgegebene Wäsche abholen, vielleicht konfrontiere ich sie dann damit, dass sie schlecht gewaschen ist, quasi als Retourkutsche . Bisher hatte ich mit dem Abholen keinen Erfolg, die hatten zu. Die sperren hier auf und zu wie sie wollen, morgen um 09.00h holt mich das Taxi. Wenn ich Pech habe, habe ich wohl 4kg. frisch gewaschene Waesche weniger . Die offizielle Oeffnungszeit ist lt. Rezeption des Resorts 08.00h, mal sehn und hoffen ...

Danach ging ich wieder völlig entspannt zum Strand, Taucherbrille und Schnorchel aufgesetzt und ab ins Wasser, absolut fantastisch. Ich hatte noch nie zuvor im Meer geschnorchelt, das war eine völlig neue Erfahrung für mich. Die Unterwasserwelt in 1-2 Meter Tiefe ist die dem Meeresgrund doch schon ziemlich ähnlich. Unglaublich viele Korallen in den verschiedensten Farben wie weiß, blau oder gelb. Dann kommen die unterschiedlich hohen Riffe dazu, mit der Brille hat man den perfekten Überblick, auch wohin man steigt. Ohne Sichtmöglichkeit unter dem Wasser wäre das nichts. Und dann kamen sie, die Fische ... Anfangs konnte ich noch nicht sehr viele entdecken, aber dann "passierte" es schließlich. Ich sah direkt vor mir einen Schwarm mit - ich weiß echt nicht ob es 100e oder sogar 1.000e waren. Auf alle Fälle waren sie plötzlich alle da, völlig unbeeindruckt von meiner Präsenz. Wahrscheinlich war das ihr Geschenk zu meinem Abschied von Koh Tao. Die schönsten Fische waren gelblich und hatten weiße Streifen am Kopf. Die fraßen sich im Schwarm alle zusammen  wie wild in einem großen Haufen Plankton am Grund fest. Aber immer nur kurz, dann gings zum nächsten Fleck. Offensichtlich vertrugen sich die unterschiedlichen Arten und Größen problemlos untereinander, keine Hektik, einfach so friedlich. Ich verfolgte den Schwarm in aller Ruhe, sie ließen sich überhaupt nicht beirren in ihrem Vorhaben. So gerne hätte ich zumindestens nur einen von ihnen berührt, aber keine Chance. Eine gewisse Distanz war ihnen dann wohl doch wichtig. Sie umkreisten mich, schwammen vor, neben oder hinter mir. Es war ein fantastisches Gefühl. Nur ich und eine Aberzahl an verschiedenen Fischen. Ein echter Megafisch war auch unter ihnen. Wenn der an einer Koralle geknabbert hat, konnte man das tatsächlich unter Wasser hören . Kaum zu glauben, aber es stimmt. Aber trotz seiner außergewöhnlichen Größe schien er genau so diszipliniert wie all die anderen kleinen. Dieses Erlebnis nimmt bei meiner Reise neben dem Tauchen wohl den höchsten Stellenwert ein. Ich würde sagen, ich habe mich heute ins Schnorcheln regelrecht verliebt . Ich hatte heute schon überlegt, ob ich mir denn eine Unterwasserkamera kaufen sollte (auch vorausschauend für den Kroatien-Urlaub mit der Family Mitte Juli). Nach dem Erlebten heute bereue ich es nun doch sehr, dass ich es nicht getan habe. Es wären wohl unvervessliche Aufnahmen geworden, sehr schade aber gut. Das Wetter hat heute übrigens auch wieder perfekt gepasst, es war sonnig und heiß. Verblüffend finde ich, dass man hier in Koh Tao im Meer auf der Oberfläche getrieben wird, wahrscheinlich ist das der hohe Salzgehalt im Meer, ich hoffe zumindest nicht dass mein Fettanteil so sehr gestiegen ist, dass ich nun sogar ohne mein Zutun einfach im Wasser treibe  !?!

 

 

Den heutigen Abend werde ich mit einem netten Abendessen und anschliessender Abschlussmassage ausklingen lassen. Heute dann zeitig ins Bett, die Rueckreise geht ja bereits um 09.00h (hoffentlich mit der Waesche) los und kann wohl etwas anstrengend werden. Am meisten bin ich schon auf die Ueberfahrt mit der Faehre gespannt, mal sehn ob es wieder zu turbulenten Szenen im und ausserhalb des Schiffes kommen wird .

 

Viel Spass mit den Fotos vom Tauchen, etc. Bis bald !!

 

 

Koh Tao Festival - Abschluss des Tauchkurses

Donnerstag, 19.06.2014

 

Gestern abend gingen wir mit den deutschen Tauchkollegen zum Koh Tao Festival, besser wir fuhren mit dem Motorrad da hin. Es war ein riesengroßes Areal dort mit sehr vielen Attraktionen und Livebands. Natürlich durfte eine Thaiboxing-Performance dort nicht fehlen. Wir haben unsere Motorräder geparkt, ich glaube da standen zu diesem Zeitpunkt schon geschätzte 1.000  rum. Der Besucherandrang war enorm, Einheimische und Touristen hielten sich in etwa die Waage. An verschiedensten Ständen wurden regionale Köstlichkeiten angeboten. Ich glaube, da gab es nichts, was es nicht gab. Gegessen habe ich allerdings nichts, weil wir ja zuvor bereits essen waren. Um gesund zu essen, habe ich exakt das Essen von Dennis geordert (Shrimps mit Reisnudeln), war lecker. Ich habe in den letzten 3 Tagen allgemein mit den beiden deutschen Pärchen ziemlich viel Zeit verbracht, anfangs war da noch eine gewisse Distanz da, das Meer hat uns aber mehr und meeeer vereint. Speziell mein Buddy Dennis kümmert sich um den Senior in der Gruppe - also mich - rührend (die 4 sind alle Jahrgang 86-90). Die Tauchlehrer sind übrigens in der gleichen Alterskategorie. Dennis Krause scheint in Handballdeutschland eine ziemliche Nummer zu sein, er war Jugendnationalspieler (Vizeweltmeister 2008) und ist leider nun schon längere Zeit verletzt. Er hat gerade große Troubles mit seinem Verein wegen mehrerer Verletzungen. Er hat schon mehr als ein halbes Jahr kein Gehalt bekommen, die Sache geht nun vor Gericht (http://m.mittelhessen.de/sport/sport-aus-der-region_artikel,-Der-Kampf-des-Dennis-Krause-_arid,281889.htmlt) -> aktueller Bericht. Er konnte die ganze Saison nicht spielen und wurde aber erst verpflichtet, deshalb ist er "totes Kapital" für den Verein. Im Spitzensport ist es ganz extrem, wie Menschen als Ware behandelt werden. Wenn natürlich alles super läuft, verdienen die großes Geld, aber wenn nicht und was ist außerdem nach der Karriere? Ich habe übrigens selten so einen makellos durchtrainierten Body gesehen (außer natürlich Gerald, Jason, Conchita Jahn, se kloa ) wie bei dem Burschen. Natürlich ist der Körper sein Kapital und er tut auch enorm viel dafür, ebenso bei der Ernährung gibt er extrem acht. Wir Buddies haben ein Fotoshooting zusammen am Strand gemacht, ich kam mir echt total minderwertig vor, als ich da so neben ihm stand . Anfangs dachte ich, dass Dennis extrem eingebildet wirkt durch sein Auftreten. Aber nicht immer ist der erste Eindruck auch der Richtige. Bei ihm trifft die Redewendung "harte Schale, weicher Kern" sehr gut zu. Morgen gehen meine deutschen Freunde weiter auf Koh Phangan, dann werde ich wieder alleine sein. Aber nur morgen, denn am Samstag um 09.30h holt mich das Taxi ab und via Fähre geht es dann weiter nach Surat Thani, wo mein Flieger um 19.30h abheben wird. Da gehe ich auf Nummer sicher, um überpünktlich da zu sein, geplante Ankunftszeit am Flughafen ist 15.30h. Durch die extreme Unpünktlichkeit hier sollte ich ein entsprechendes Zeitpolster haben (hoffe ich zumindest ). Das Heimwdh nach Maria und den Kindern wird jeden Tag größer, speziell wenn ich mit meinen Gedanken und der Welt alleine bin. Ich kann es nicht mehr erwarten, wenn ich sie endlich wieder in die Arme schließen darf. Vermutlich am Sonntag um 10.00h wird es dann soweit sein, sowahr Gott will.

So, jetzt aber mal zum heutigen Taucherlebnis: Heute standen also die abschließenden Tauchgänge 3 und 4 auf dem Programm. Start war wiederum um 07.30h bei strahlendem Sonnenschein. Einen so heißen Tag wie heute hatte ich im gesamten Urlaub noch nicht erlebt. Wir wurden vor jedem Tauchgang wieder von den Lehrern instruiert und ab gings danach ins Wasser. Jeder Tauchgang war wieder mit einigen Übungen versehen, natürlich durfte auch meine Lieblingsdisziplin Taucherbrillen-Fluten nicht fehlen, und das heute in 16 Meter Tiefe am Grund. Das Teil musste komplett abgenommen werden und durfte erst nach ein paar Sekunden wieder aufgesetzt und entflutet werden. Hier ist es absolut wichtig, ganz ruhig und locker zu bleiben, einfach keinen Stress aufkommen lassen. Dennis stresste das Ganze schon wieder beim Einstieg und er war wieder total angespannt. Aber auch er hatte es dann geschafft, mir viel das Ganze mittlerweile zum Glück relativ leicht, da ist wahrscheinlich aufgrund des Alters schon eine gewisse Routine im Spiel . Danach tauchten wir wieder an vielen schönen, farbenprächtigen Korallen vorbei, kleine und große Fischchen kamen von oben und unten friedlich auf uns zugeschwommen, einfach herrlich. Auch Nemo statten wir wieder einen Kurzbesuch ab. Heute wurden mit der Unterwasserkamera einige Fotos gemacht, noch habe ich sie aber nicht erhalten. Natürlich werde ich sie mit euch teilen, sobald ich diese bekommen habe, bin schon so gespannt. Wir waren jeweils wieder pro Tauchgang ca. 40 Minuten unter Wasser. Das einzig unangenehme ist der anhaltende Salzgeschmack in Mund und Nase, das nervt mit der Zeit. Um 12.00h kamen wir wieder an Land und ließen den Kurs mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen. Zur Freude aller habe wir den Kurs bestanden und dürfen nun weltweit Tauchen gehen. Der Ausweis sollte (hoffentlich) in absehbarer Zeit per Post übermittelt werden.

Den Nachmittag haben wir danach am Strand verbracht, das Wasser hatte über 30 (!!) Grad. Leider ist baden an dieser Stelle kaum möglich, da der Wasserstand aufgrund von leichter Ebbe im Moment ziemlich seicht ist und es von Korallen nur so wimmelt. Für Schnorchler natürlich ein Paradies, allerdings eben nicht für Schwimmer. Und Schnorcheln musste ich nach 160 Minuten Tauchen nun nicht mehr wirklich haben. Deshalb haben wir es uns einfach in der seichten Badewanne etwas gemütlich gemacht und haben anschließend einen eiskalten Schoko-Shake getrunken. Herr "Ich achte auf meinen Körper" natürlich nicht, der hat wieder sein Wasser getrunken und Trennkost gegessen (keine Kohlenhydrate). 

Heute Abend werden wir ein letztes Mal gemeinsam zu Abend essen und die 2 Mädels werden mit mir einkaufen gehen, damit ich für Maria und Jara auch das passende Präsent finde. Die beiden scheinen Stil zu haben, ihr Auftreten ist sehr gut. Anschließend werden wir nochmals zum Koh Tao Festival gehen um unseren gemeinsamen Aufenthalt auf diese Weise abzuschließen.

Ach, eine ungenehme Sache habe ich noch zu berichten, die mich echt total nervt: Jemand hat meine Lieblings-Crocs vor meinem Appartment gestohlen. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle in Koh Tao entgegen (ich weiß nicht, ob es hier überhaupt eine Polizei gibt, gesehen habe ich zumindest noch keine). Ich vermute, mindestens die Hälfte der Touristen hätten in Europa nicht mehr mit dem Motorrad zum Hotel fahren dürfen. Wahrscheinlich gibt es hier überhaupt keine Promillegrenzen ). Da die Crocs vom Strand ziemlich sandig waren, hatte ich sie gestern vor der Außentür stehen lassen und zu meinem Leidwesen waren sie heute morgen verschwunden. Mich stört nicht unbedingt der materielle Wert, die haben sich längst abbezahlt. Ich vermisse sie halt einfach total, sie waren schließlich in den letzten Jahren ein sehr wertvoller, ständiger Begleiter von mir. Noch gebe ich die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht auf, bin ja noch bis Samstag morgen da. Vielleicht packt doch den reuigen Dieb das schlechte Gewissen und er stellt sie wieder vor die Tür, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt . Und ich verzeihe ihm und habe sie gerne geborgt ...

Und noch eine kleine Story habe ich zu berichten: Ich habe mir in dieser Woche ja ein Motorrad gemietet. Dieses erhält man immer beinahe leer getankt, damit man natürlich - wie in einem der letzten Blogs bereits mal geschrieben - gleich mal tanken muss. Aber jetzt kommts, oftmals kommen die Roller mit mehr Sprit von den Mietern zurück als vorher. Was machen dann die Vermieter ? Die holen mit einem Schlauch den Sprudel raus, bis zum Limit im Tank, und verkaufen den Sprit in den bekannten Literflaschen dann wieder an den nächsten Mieter. Ist das nicht eine großartige Geschäftsidee ? Nicht aber mit mir, ich habe den Braten gerochen. Ich werde den Roller bis morgen abend komplett leer fahren und dann aus Überheugung spritlos hinschieben bzw. zurückgeben im Namen aller betrogenen Vormieter ... har har har .

Fotos gibt es übrigens erst morgen wieder, ich habe heute leider keine Zeit mehr, in das Internetcafe zu laufen und möchte außerdem die Unterwasserfotos noch abwarten. Dann kommen auch alle anderen dazu.

Gruß in die Heimat, schönen Feiertag noch bzw. wünsche ich euch allen ein schönes, entspanntes verlängertes Wochenende.

Ich habe Nemo gefunden - Lachkrampf in 12 Meter Tiefe :-)

Mittwoch, 18.06.2014

Leute, ich habe heute morgen tatsächlich Nemo und seine Familie gefunden . In ca. 12 Meter Tiefe bewohnt er tatsächlich den Meeresgrund. Aber alles der Reihe nach, um 07.30h war heute morgen Treffpunkt. Das Wetter war heute übrigens ziemlich sonnig, was dann später auch auf dem Meeresboden merkbar war. Zuerst das ganze Zeug wie Taucherbrille (die es übrigens in meiner Dioptrinstärke gibt ), Tarierjacket und Flossen ausfassen, den Rest gab es dann am Boot. Aber zuerst ging es im übervollen Longtailboot auf das Tauchschiff, dort lag auch bereits der Rest des Equipments, nämlich die Taucherflasche, die Atemschläuche und nicht zu vergessen der Bleigürtel (der individuell beschwert sein muss) bereit. Letzteres ist neben der Beatmung natürlich sehr wichtig, damit man sich unter Wasser "neutral" bewegen kann. Wäre man zu leicht, würde man ständig nach oben treiben. Wäre man hingegen zu schwer, würde man am Grund festsitzen und nicht mehr hochkommen. Daher findet man hier mit dem Bleigürtel die optimale Balance (darum kümmert sich der Tauchlehrer). Je mehr Muskelmasse, desto weniger Gewicht wird benötigt. Auf diese Weise hat der Morgen gleich mal frustrierend für mich begonnen. Meine beiden Kollegen Leistungssportler hatten jeweils nur ein Bleistück benötigt, ich hingegen 4 (!!!!). Somit hat sich auch die physikalische These bewahrheitet, dass Fett tatsächlich schwimmt . Na super, danke ...

Ich war eigentlich ziemlich aufgeregt, weil ich doch am Vortag mal einen ziemlichen Hustenanfall am Pool hatte. Nachdem ich mit meinem Buddy Dennis (ein Adonis) den Sicherheitscheck gemacht habe, sprang ich als Letzter von Board. Im Wasser angekommen, gleich mal die Tarierweste aufgeblasen, somit treibt man schön an der Oberfläche. Kurze Abstimmung noch mit den beiden Lehrern Rocky und Marco und dann gings zur Stelle, wo das Seil in die Tiefe des Meeres führt. Ich war als 3. an der Reihe. Dieses Seil ist mit dem Grund des Meeres, in diesem Fall in ca. 12 Meter verbunden, man hantelt sich quasi in die Tiefe. Bei mir hat das überraschend echt super geklappt, nur mein Buddy Dennis hatte beim ersten Abstieg leider die Panik gekriegt und kam nicht nach. Der Buddy ist übrigens der zugewiesene Partner, man sorgt füreinander und unterstützt sich gegenseitig. Nun musste ich mich allerdings den anderen beiden anschließen, die von der Tauchlehrerin Rocky unterstützt wurden. Die saßen schon seelenruhig am Grund des Meeres und erwarteten meine Ankunft. Dann konnte es auch schon losgehen. Eine ganze Menge an Fischen und das in allen Farben schwammen seelenruhig neben, vor und unter mir, ein Traum. Die künstliche Atmung funktionierte echt perfekt. Rocky schwamm vor, wir 3 wie Entchen der Mama hinterher. Obwohl wir im Kurs gelernt hatten, nichts zu berühren, konnte ich es einfach nicht lassen. Ich musste einfach diese wundervollen Korallen zumindest einmal berührt haben. Die sind aber echt blitzschnell, die ziehen sich sofort ein und verstecken sich. Wir sind kreuz und quer getaucht, man kann das Erlebte in Worte so gar nicht wiedergeben. Diese Stille, diese Unberührtheit, dieser Frieden und diese Wunderwelt, einfach ein Traum. Nach 40 Minten war Tauchgang 1 beendet, wir stiegen auf und kletterten zurück auf das Schiff. Ich war fast wie in Trance, so lange hatte ich auf diesen Moment gewartet und endlich war er da. Nun ging die Fahrt zu einem anderen Riff weiter, in der Zwischenzeit wurde die Sauerstoffflasche gewechselt und wir bereiteten uns auf den 2. Tauchgang vor. Mein Buddy Dennis hatte in der Zwischenzeit zum Glück seine Nerven wieder in den Griff bekommen, ich versuchte beruhigend auf ihn einzureden. Ich hatte nun keine Angst mehr, Repekt allerdings sehr wohl. Ich konnte gar nicht erwarten, dass wir erneut abstiegen. Dennis, mein Buddy war wieder bereit. Also nichts wie rein ins Wasser und platsch. Diesmal war Marco unser Chef. Hin zum Seil und abwärts gings, ich vorne, danach kam schon Dennis. Der 2. Tauchgang war nun etwas komplexer, wir mussten sowohl die Taucherbrille-Abnehmnummer als auch die Sauerstoff-Austauschnummer durchziehen. Ich hatte zwar keine Freude damit, aber es ist wichtig dies im Ernstfall zu beherrschen. Das mit der Überflutung der Brille war noch kein Problem aber nun ging es um den Sauerstofftausch. Ich wusste zwar wie es technisch funktioniert, allerdings der organisatorische Ablauf passte dem Lehrer nicht . Aber im Wasser ist schlecht reden und ich habe einfach nicht gerafft, was er denn von mir wollte. Das ging so lange, bis Dennis, der mir am Grund des Meeres gegenüberstand plötzlich Probleme zu bekommen schien. Allerdings hatte er kein Problem, sondern musste einfach über die Situation, wie ich da in der Badehosenlederhose so unbeholfen vor im stand nur mehr lachen. Das ging so weit, dass es bei ihm in einen Lachkrampf ausartete, dass es nur mehr so blubberte. Als ich das sah, steckte auch mich das Lachen an und ich konnte in der Maske kaum noch atmen vor lauter Lachen, es war so schlimm dass ich Tränen in den Augen hatte. Mit dem Abwischen wars halt so ein Problem. Der Tauchlehrer hat das nicht so witzig empfunden, schließlich war er ja für unser Leben verantwortlich. Man konnte aber zumindest sicher sein, dass Dennis seine Angst nun mit Sicherheit überwunden hatte nach dieser Aktion. Gesund und munter tauchten wir nach ca. 40 Minuten wieder auf. Rauf gings aufs Boot und zurück ins Resort. Es folgte ein kurzes Feedback der Lehrer, danach Mittagspause. Heute wurde hier leckeres Gratisessen verteilt, Werbung für das Koh Tao Festival, welches heute beginnt. Wir werden da abends hingehen, also ich und die 2 Pärchen. Um 14.00h gabs dann noch bis 16.30h Theorie inkl. Abschlusstest für den Schein. Eigentlich war das mehr eine Gemeinschaftsarbeit. Danach gingen wir gemeinsam essen. Ich war aber saumüde, was bei Tauchgängen aufgrund des hohen Stickstoffanteiles im Körper ganz normal ist. Die Ohren haben übrigens echt perfekt mitgespielt ....

Morgen um 07.30h folgen dann übrigens die Tauchgänge 3 und 4, diesmal sollte sogar unter Wasser fotografiert werden. Freue mich darauf, ich hoffe ihr auch .... Schönen Abend.

 

 

Erste Erfahrungen unter Wasser - Druckausgleich

Dienstag, 17.06.2014

Für heute morgen um 08.30h war die erste praktische Übungseinheit am Pool angesetzt. Die 2 Mädels aus Deutschland kamen sehr verspätet bzw. eine der beiden kam überhaupt nicht. Die 2 hatten den Sieg der deutschen Elf ausgiebig gefeiert und dementsprechend K.O. waren sie dann . Ich allerdings stand pünktlich, ausgeschlafen und vor allem voller Erwartung bzw. Neugier auf der Matte.

Zuerst mussten wir neben der Theorie natürlich auch mal in der Praxis alle Teile kennenlernen, die eine Tauchausrüstung so umfasst. Und da gibt es allerhand davon. Zweiter Schritt war, die verschiedenen Einzelteile dann so zusammen zu setzen, damit daraus eine funktionierende Einheit wird. Das wäre grundsätzlich auch nicht verkehrt, damit man dann auch Luft kriegt wenn man diese später unter Wasser braucht. Zum Glück sind die beiden Tauchlehrer sehr geduldig und hilfsbereit. Ich habe mir schon relativ bald eingestehen müssen, dass ich wohl der Schlechteste in der Gruppe bin. Dafür hatte ich quasi einen der beiden Tauchlehrer fast für mich allein . Nachdem wir alles soweit angezogen bzw. angeschnallt hatten, begannen wir mit den ersten Übungen. Ein Tauchanzug ist aufgrund des warmen Klimas hier nicht notwendig. Ist auch gut so, ich hatte schon Angst mich in einen zu engen Anzug reinzwengen zu müssen. Lediglich ein T-Shirt ist nötig, damit das Tarierjacket (so heißt das im Fachjargon) auf der Haut nicht zu scheuern beginnt. Das erste Mal unter Wasser zu atmen war ein komisches, unangenehmes sowie definitiv unnatürliches Gefühl. Man musste speziell am Anfang aufpassen, damit man nicht gleich panisch nach Luft ringt. Es waren auch wirklich einige gemeine Übungen dabei, die aber für das Tauchen im Meer vorab sehr wichtig sind (zB. Mundstücke, die mit Sauerstoff versorgen untereinander unter Wasser tauschen oder Brille unter Wasser runternehmen, wieder aufsetzen und das Wasser auslassen). Letztere Übung hat mir anfangs echt fast alles abverlangt, da bekam ich unter Wasser sogar echt kurz mal Panik, die in einem Hustenanfall endete. Es ist aber auch nich wirklich förderlich, wenn man unter Wasser ohne Taucherbrille versucht mit der Nase einzuatmen, oder ? Aber nach ein paar Versuchen ist auch das besser und besser gelungen. Das Wichtigste ist wie fast immer im Leben, die Ruhe zu bewahren. Dann klappt das auch irgendwann. Ach ja, und natürlich der Druckausgleich in den Ohren , der hat übrigens fantastisch geklappt (Habt's es keat, Burschn ? Anmerkung: Insiderschmäh). Vor dem hatte ich im Vorfeld eigentlich den größten Bammel. Leider gibt es aus dem Pool keine Fotos, wie denn auch wenn alle im Pool plantschen. Dafür habe ich aber wieder einige Fotos von der unglaublich schönen Natur hier in Koh Tao gemacht. Am Nachmittag ab 13.30h stand dann wieder Theorie auf dem Lehrplan, die zum Glück allerdings nur bis 16:00h dauerte. Das war ganz gut so eingeteilt, denn es regnete wieder mal, was mich in diesem Moment allerdings reichlich wenig störte. Morgen um 07.30h geht es übrigens dann mit zwei ca. 40-minütigen Tauchgängen raus aufs Meer. Etwas angespannt bin ich schon, ein großer Respekt ist vor den Tauchgängen vorhanden, schließlich werden wir bis zu 20 Meter runter tauchen. Auf alle Fälle kann ich morgen - sowahr Gott will  - berichten wie es war. Ich denke, es wird fantastisch werden.

Nun war es aber wirklich höchste Zeit, die Insel etwas zu erkunden. Am einfachsten und schnellsten ging dies wohl mit einem Motorroller. Nachdem ich daheim brav geübt habe, mit so einem Teil zu fahren, bin ich einfach mal losgedüst. Ich hatte es fast erwartet, Sprit gleich 0. Also erste Haltestelle Tankstelle. Wie ich aber dann zum Glück bemerkt habe, wird Benzin an allen Ecken und Enden verkauft. Aber ich musste echt schmunzeln, als ich sah wie. Der Sprudel wird literweise in Glasflaschen abgefüllt angeboten. Ich dachte zuerst, dass ist Whiskey oder Rum - nein, es war definitiv als Benzin angeschrieben . Ich habe mich für den Kauf von 2 Litern entschieden (da ist preislich übrigens kein Unterschied zu daheim), also zuerst die 1. und anschließend die 2. Flasche reingekippt. Nun konnte also die Erkundungsfahrt so richtig los gehen. Einmal mehr hatte ich allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Keine 10 Minuten auf dem Roller und der nächste Pritscher kündigte sich an. Sofort umkehren und zurück ins Resort. Ich habe es bei weitem nicht mehr trocken ins Hotel geschafft, ich war gwoakt von oben bis unten. Also rein ins Zimmer, abtrocknen und umziehen sowie abwarten. Nach knapp einer Stunde war der Spuk schließlich wieder vorbei und ich versuchte mein Glück ein zweites Mal. Aber wieder unterlief mir ein Missgeschick, ich ließ die Schlüsselkarte in meinem Zimmer stecken, war quasi ausgesperrt. Na super .... Somit ab zur Rezeption, Ersatzkarte geholt, damit dann die Zimmertür aufgesperrt, Originalkarte in die Tasche gesteckt, Ersatzschlüsselkarte wieder zurückgebracht. Das ganze Hin und Her dauerte auch wieder ca. 20 Minuten, da der einfache Gehweg Zimmer zu Rezeption alleine schon ca. 3-4 Minuten dauert. Aber Bewegung schadet MIR wohl am wenigsten. Nach dieser ungeplanten Einlage gings aber tatsächlich dann aufs Motorrad und ich darf mit Freude behaupten, wieder wunderbare Orte entdeckt zu haben, ua. ein schöner Strand (ziemlich abgelegen am anderen, ruhigen Teil der Insel). Die Fotos findet ihr im Anschluss an den Blog.

Danach gings ab zum Abendessen, heute gabs gebackene Kalamari, dazu Knoblauchbrot. Ich suchte mir bewusst nicht das erstbeste Lokal, sondern wollte dem Trubel des Zentrums etwas entkommen. Und wie ich da genuesslich speise, wer kommt bei der Tuer rein. Ich dachte, das gibt es nicht, wieder meine 4 chinesischen Freunde vom Ausflug aus Koh Tao. Dieser Zufall ist echt enorm, allein wenn man bedenkt wieviele Lokale es hier gibt und auch wieviele Chinesen . Natuerlich habe ich sie gefragt, ob sie sich zu mir setzen moechten. Dieser Aufforderung sind sie auch auf Anhieb nachgekommen. Eine ordentliche Kommunikation war leider kaum moeglich, mit Haenden und Fuessen haben wir versucht, miteinander zu korrespondieren. Ich kann bekanntlich kein Wort chinesisch und das englisch von meinen Freunden ist auch sehr duerftig. Naja, dann haben wir gemeinsam etwas die Fotos vom Ausflug angesehen und Herr Xi (ich nenn ihn nun einfach mal so) hat mir die beeindruckenden Fotos seines heutigen Schnorchelabenteuers praesentiert. Da sind dann Worte nicht unbedingt noetig, da reicht auch Bewunderung und Zustimmung und natuerlich IMMER laecheln . Weil ich die liebe Familie in den letzten Tage echt lieb gewonnen habe, habe ich um ein Foto ersucht. Und mit Fotos haben die Menschen, die im Land der aufgehenden Sonne zuhause sind, wohl immer Freude .

Also dann, bis morgen ....

   

 

 

Turbulente Überfahrt nach Koh Tao - Erster Teil Theorie zum Tauchen

Montag, 16.06.2014

Gestern abend hatte ich (wie in meinem letzten Blog angekündigt) noch so richtig Lust auf Non-Fish, die naheliegendste Variante war ein einfacher Chickenburger (aber nicht von McDonalds ). Ein entsprechendes Lokal war auch rasch gefunden. Zur Überraschung war ich der einzige Gast dort. Das Service in der Gastronomie in Thailand ist mit unseren Erwartungen aus Österreich nicht wirklich vergleichbar. Bemüht und freundlich sind alle, aber manchmal einfach total unbeholfen was aber dann wieder oftmals ziemlich witzig wirkt. Diesmal habe ich mir zum Abschluss noch einen Pina Colada gegönnt.

Nun musste ich aber noch die Fähre nach Koh Tao checken. Wieder rein in das Touristoffice, bei dem ich bereits am Tag zuvor den Ausflug gebucht hatte. Ich staunte nicht schlecht über den Preis, das schien doch ziemlich teuer im Vergleich zu meiner Weiterreise von Railey nach Samui. Obwohl das viel weiter war kostete die Bootsfahrt exakt das gleiche Geld. Aber was solls, ich bin es Ihnen ja vergönnt .

Mein Aussie-Freund hatte so sehr von einer Fußmassage geschwärmt, sodass auch ich das unbedingt noch an diesem Abend mal ausprobieren wollte. Er hatte tatsächlich nicht zuviel versprochen, nach einer kurzen Fußwaschung ging es auch schon los. Eine Stunde totale Entspannung, die ich in dieser Form so noch nicht kannte. "Meine" Dame, die älteste im ganzen Laden machte einen fabelhaften Job. Die war im Gegensatz zu den anderen viel jüngeren Mädels, die gerade andere Kunden bedienten, zu 100% fokussiert auf meine Beine. Die Mädels allerdings alberten untereinander mehr oder weniger rum und kicherten unentwegt. Anfangs dachte ich, mir wär auch eine junge Dame lieber gewesen, aber im Nachhinein war es gut so. Ein Schelm, der etwas Schlechtes dabei denkt .

Danach gings zurück ins Hotel, die Abholung vom Hotel zum Pier war für 12.30h fixiert. Somit hatte ich noch am Vormittag etwas Zeit, den schönen Strand nochmals zu sehen. Denkste ... Leider wurde daraus leider nichts, denn es schüttete wie aus Schaffeln. So machte das nicht wirklich Sinn. Somit habe ich mich für ein Frühstück entschieden, um die Zeit so etwas zu überbrücken. Zwischendurch wurde ich so wie in den letzten 2 Tagen in Samui oder wie auch bereits in Bangkok geschätze 5.000 mal mit der Frage "TAAAXXXII ?" konfrontiert . Pünktlich wurde ich von einem wahrlichen Luxus-Van abgeholt. Es gab so einen extremen Platzregen, dass sogar ein Teil der Straße überflutet war und der Fahrer daher eine Ausweichroute wählen musste. Die Fahrt zum Pier war kurz - noch immer regnete es. Ich fand es extrem schade, dass ich diesen tollen Strand nicht noch einmal sehen konnte, aber ich kann es sowieso nicht ändern. Außerdem bin ich der Meinung, wenn man ein fantastisches Erlebnis oder einen unvergesslichen Ort nur relativ kurze Zeit genießen hat können, verankert sich dieser noch intensiver und bleibender im Gedächtnis. Ich vergleiche das zB. mit meiner bzw. unserer eigenen Hochzeit. Wenn man wöchentlich heiraten würde oder man direkt an so einem paradiesischen Strand leben würde, ginge höchstwahrscheinlich irgendwann etwas der Glanz verloren, weil man es eben nicht mehr so schätzt, weil es halt "normal" bzw. alltäglich geworden ist. Und genau das enthält ein gewisses Gefahrenpotential im Leben. Ich nehme mir vor - wenn es auch leider bei weitem nicht immer gelingt - allem im meinem Leben die nötige Wertschätzung und Zufriedenheit zu geben. Ich erlebe hier in diesen 2 Wochen soviele Dinge, die ich in den Momenten in denen ich sie "live" erlebe, gar nicht wirklich verarbeiten kann. Ich weiß nicht, ob das nur bei mir der Fall ist oder der Mensch in der Regel so konzipiert ist. Auf alle Fälle werden diese Erlebnisse dann erst viel später, nämlich in der Erinnerung real und das ist denke ich auch gut so, weil man diese Erlebnisse noch Jahre später bewusst abrufen kann wenn man möchte. Nun aber genug der Philosophiererei und ab auf das Boot ...

Tja, das Boot..... Kennt jemand von euch die Höllenfahrt der Poseidon ? Nein, es war nicht ansatzweise so schlimm aber es hatte es dennoch in sich. Wie erwähnt, das Wetter war regnerisch und stürmisch zugleich. Das wirkte sich wohl auch auf das Meer aus. Die Fahrt ging über Koh Phangan nach Koh Tao. Abfahrt pünktlich um 13.30h, Ankunft 15.45h. Dazwischen ein sehr turbulenter Seegang, wir schaukelten nach links und rechts und das immer und immer wieder. Ich versuchte, mich etwas in meinem Buch zu vertiefen um mich etwas abzulenken, aber das gelang mir nur seeeehr bedingt. Ich fragte mich, ob nur ich einen kleinen Anflug von Übelkeit verspüre oder sich das vielleicht auch die knapp 100 anderen Mitreisenden aus aller Herrenländer dachten. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, es sollte Taten folgen. Die Leute bewaffneten sich mit den berühmten Tüten, die man auch aus dem Flugzeug kennt und begaben sich in den verschiedensten Blässetönen in ihren Gesichtern wieder auf ihre Plätze. An Deck konnte man ja schlecht, denn es schüttete ja nach wie vor. Dann ging es endlich los, eine Frau aus meiner Reihe erklärte sich quasi ihrem Partner gegenüber solidarisch was zwar wohl nett gemeint war, aber meinen Gemütszustand in diesem Moment keineswegs förderlich war. Ich versuchte die Flucht in mein ICH, Augen zu und versuchen etwas zu dösen. Das war am Anfang zwar brutal hart, schien im Laufe der Zeit allerdings zu wirken. Zwischen den Gängen gab es Helfer, die Tropfen verabreicht haben an alle leidenden Fahrgäste. Aber wie in der Regel jedes Leid irgendwann ein Ende findet, war dies es auch hier der Fall, es war in doppeltem Sinne Land in Sicht. Mir ging es in der Zwischenzeit wieder ganz gut, der Regen hatte ebenso aufgehört.

Am Pier wurden wir wieder wie Prominente empfangen, alle wollten wieder etwas von uns, in erster Linie verkaufen. Meine Abholung klappte super, rauf auf den Kastenwagen und ab ins Tauchresort www.bansdiving.de. Dieses Resort bietet Tauchkurse auch in deutscher Sprache an, was mir nicht wirklich unangenehm ist. In meiner Gruppe sind wir insgesamt mit mir zu fünft, ua. ein Profihandballer aus Deutschland. Ich dachte mir gleich, dass an dem was nicht ganz stimmt,  der ist ein durchtrainierter Riegel von einem Mann. Es gibt keine Fotos von ihm (noch nicht), außerdem ist seine Freundin dabei . Die erste Theorielektion hätten wir nach knapp 3 Stunden hinter uns gebracht, Lernvideos ansehen und anschließend Frage beantworten die gar nicht so einfach sind. Rocky (so heißt unsere Lehrerin) meinte zu Beginn, dass die Fragen schon peinlich einfach seien. Also ich weiß nicht ... Morgen um 08.30h gehts dann auf alle Fälle mal in den Pool, mal sehn was das wird.

Auf alle Fälle - man sollte es ja fast nicht glauben können - habe ich meine chinesischen Freunde vom gestrigen Ausflug hier im Resort wieder getroffen und ich habe sie (der Individualität sei Dank) sofort wieder erkannt. Der ältere Herr hat wohl zur Erhöhung des Wiedererkennungswertes das gleiche Outfit wie gestern getragen . Die 4 schauen bekanntlich für mich jetzt ja ohnehin nicht mehr aus wie alle Chinesen. Somit hätte er sich auch umziehen können .. he he. Apropos Wiedererkennung: Wie ich so im Resort etwas herumschlendere um mir einen groben Überblick zu verschaffen, wer kreuzt meinen Weg ? Die reifere Thai-Fußmasseuse aus Samui. Exakt gleiche Kleidung, Gesicht nahezu ident. Also nach den Chinesen kann das nicht auch noch so sein, irgendwie ähneln sich die Thais aber auch alle. Aber vielleicht sollte ich mit der Masseurin auch noch irgendwohin einen Tagesausflug machen, dann wüsste ich künftig mit Sicherheit ob sie es war oder nicht (falls sich jemand jetzt nicht auskennen sollte, der letzte Blog könnte eine Antwort geben ).

Heute gibts mal ganz bewusst keine Bilder wegen Fähre und so ... 

 

Funny Day Safari, erster und (leider) letzter Tag in Koh Samui

Sonntag, 15.06.2014

Koh Samui hat meine Erwartungen definitiv uebertroffen, leider geht es morgen schon weiter in Richtung Koh Tao, ich habe dort den Tauchkurs ja fix gebucht. Ich habe gestern noch einen sehr feinen Abend verbracht, relativ einfach aber gut gespeist (wie immer Tiere aus dem Meer), einen Non-Alcohol-Cocktail getrunken (der Mixer musste erst nachfragen, wie das denn geht ) und bin anschliessend etwas durch die Einkaufsstrassen spaziert. Das ganze ist hier zwar aehnlich aufgebaut wie in Bangkok, allerdings ist das Verkaufspersonal wesentlich weniger aufdringlich, die Massen an Leuten sind nur ein Bruchteil und das Klima ist hier viel angenehmer (die Hitze steht hier bei weitem nicht so wie in Bangkok). Man merkt halt definitiv, dass hier schon Nebensaison ist wovon ich schon sehr oft profitiert habe, dafuer jedoch das Manko von weniger Sonnenstunde habe. Aber im Leben kann man bekanntlich nicht immer alles haben. Im Zuge der Flaniererei habe ich dann ueberlegt, wie ich den naechsten und einzigen Tag in Chaweng wohl am effizientesten und doch ohne Stress verbringen koennte. Ich wollte doch von der Landschaft, Kultur und den Sehenswuerdigkeiten etwas mitbekommen. Oder doch einen Tag am Pool und Strand ? Nein, es musste definitiv ein neues Erlebnis sein. Somit habe ich mich gleich mal schlau gemacht, was denn wohl gut passen wuerde und bin gleich rein zur Touristinfo. Mit offenen Armen bin ich da wie immer freundlichst begruesst worden, Schuhe aus (das ist hier so Sitte) und rein in das klimatisierte Buero. Sehr rasch habe ich eine Entscheidung getroffen, naemlich mich fuer den Tagesausflug "Funny Day Safari" (http://funnydaysafari.com/gallery.htm) entschieden (der Preis total ok, umgerechnet ca. EUR 40). Hier wurde alles abgedeckt, was die Insel so zu bieten hat und mich auch ansatzweise interessierte. Sehr viel Landschaft, Elefanten, Affen, Krokodile, wieder mal Buddha, Wasserfall und auch eine Fahrt zum Mountain Viewpoint. Gesagt, getan und gebucht, zack, zack .

Abholung war wie vereinbart puenktlich um 09.00h vor meinem Hotel, alles perfekt. Rauf hinten auf die beiden Sitzreihen im Cheep, noch ein paar andere Gaeste dazu gepackt (mein Wagen bestand aus 4 Chinesen und 2 Aussies). Bis heute morgen war ich der Meinung dass die Chinesen irgendwie alle ziemlich gleich aussehen. Wenn man aber einen ganzen Tag mit ihnen auf engsten Raum verbringt, erhalten Sie definitiv markantere Gesichtszuege, erhalten irgendwie die Individualitaet, die ihnen auch zustehen sollte . Ich denke, dass ich die 4 moeglicherweise wiedererkennen wuerde, sollte ich ihnen tatsaechlich nochmals begegnen. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn auch die 4 gehen morgen nach Koh Tao zum Tauchen . Eine einzige der 4 war der englischen Sprache etwas maechtig, die anderen 3 nicht wirklich. Einer haette zwar immer versucht, mir etwas zu sagen. Aber so leid es mir tat, ich habe ihn halt einfach nicht verstanden. So fungierte seine Frau immer wieder etwas als Dolmetscherin. Beim Fotografieren sind sie ihrem Ruf wieder mehr als gerecht geworten, auch mich holten sie vor die Linse. Sie haben mich anschliessend nach meiner Emailadresse gefragt um mir die Fotos zu uebermitteln. Sehr nett, mal sehn ob da wirklich was kommt. Die beiden Aussies waren ebenso total freundlich und offen, ich finde es immer sehr interessant wenn man mit Menschen aus anderen, fuer uns fremden Laendern Erfahrungen austauschen kann. Auch einen Englaender, der so wie ich alleine fuer 2 Monate eine Weltreise unternimmt (ich mach keine Weltreise, keine Angst ... Ich meinte den Bezug auf allein reisen, klaro), braucht eine Auszeit. Er war Soldat im Irak und Afghanistan und hat nach 9 Jahren (ua. auch wegen der Gefahr natuerlich dort) die Nase voll. 

Am meisten war ich ja fast wieder auf die Fahrweise der Lenker gespannt (wir bestanden in der Regel aus einem Convoi aus 4 Fahrzeugen). Anfangs lief alles sehr gesittet ab, wir fuhren zur Safarifarm. Zuerst durften wir mal eine Runde Elefantenreiten. In der Mitte des Parcours war ein kostenpflichtiger Zwischenstopp eingerichtet, klar Futter fuer den Elefanten, in diesem Fall waren Bananen zu kaufen. Damit durfte ich meinen lieben Freund Dickhaeuter fuettern. Er reichte seinen langen Ruessel ziemlich geschickt zu mir zurueck (no na, der kennt den Ablauf wohl perfekt ). Ich verspuerte ziemliche Spritzer an Gesicht, Armen und Beinen. Ich dachte, huch, regnet es denn schon wieder ? Konnte nicht sein, es war an diesem morgen sogar mal sonnig und wie immer sehr warm. Nein, es war der Speichel, der mir aus den beiden Loechern des Ruesselansasatzes raketenhaft entgegenschoss, mmmh Abkuehlung pur . Aber zum Glueck verspuere ich davor keinen Ekel und habe ihm Stueck fuer Stueck in den Ruesselansatz gelegt. Unglaublich wie gefuehlvoll er die Bananen, eine nach der anderen, umfasst, nach vor zum Maul holte und frisst. Das Spiel wiederholte sich so einige Male bis wir die Runde vollendeten. Ein Detail am Rande hat mich echt fasziniert: Die Reiter haben da so einen fiesen Eisenhaken (mit dem sie hoffentlich die Dickhaueter in Ruhe lassen). Einmal ist das Teil auf den Boden geplumpst. Ohne Aufforderung hob der Elefant das Teil mit seinem Ruessel auf und reichte es dem Reiter. Die Tiere sind sicher wahnsinnig intelligent, das zeigte dann auch die Show danach, Fussball, Basketball, Seilziehen, Hulahup (schreibt man das so ?), usw. Ich hoffe, die Tiere muessen auf Kosten der Touristen in der Ausbildung bzw. beim Training nicht zu sehr leiden.

Weiter gings mit einer Affennummer. Die Affen werden hier in Thailand ausgebildet, damit sie pro Tag bis zu 1.000 (!!) Kokusnuesse pfluecken, ein Mensch schafft maximal 300. Es wird ihnen dabei beigebracht, nur die reifen zu pfluecken, das ertasten sie bevor sie diese abreissen. Unglaublich, oder ? Ich habe mir aufgrund dessen eine Kokusmilch geleistet (eiskalt), die schmeckte echt FANTASTISCH . Dann gings noch zu den Krokos, die Show die man schon oefters mal im Fernsehen gesehen hat, Kopf reinstecken ins Maul, usw. Zugebissen hat er wieder nicht . Danach gings zum gemeinsamen Mittagessen und anschliessend weiter zu den weiteren Attraktionen und Naturschoenheiten der Insel, alles angefahren mit den Cheeps.

Ich lasse heute in der heutigen Ausgabe meines Blogs eher Bilder statt Worte sprechen, Bilder sind in diesem Fall wohl wesentlich eindrucksvoller. Worauf ich aber dennoch gerne noch detaillierter eingehen moechte ist die Tatsache, wie sich die Fahrerei weiterentwickelt hat. Man glaubt es kaum, aber es ist wahr. Um das Publikum wohl zu imponieren, wurde teilweise wieder gefahren wie wenn es kein morgen gaebe. Ueberholmanoever, wo ich teilweise nur mehr die Augen zugemacht haette. Zum Ueberholen ansetzen (trotz Gegenverkehrs!) und dann doch wieder einreichen, usw. Das Beste aber war die abschliessende Fahrt zum Mountain Viewpoint. Da ging es auf Wegen auf ca. 600m Hoehe ueber Stock und ueber Stein, es war gewaltig rumpelig, natuerlich die Geschwindigkeit angemessen hoch. Natuerlich gab es auch einen Weg nach unten. Um das Ganze noch zu verschaerfen, gab es einen Extraplatz direkt ueber dem Fahrerhaus (man sieht das unten bei den Fotos). Natuerlich haben die Fahrgaeste da oben immer wieder an Baeumen und Palmen gestreift und haben sich teilweise wie in der 8erbahn gefuehlt (ich zumindest). In Summe fand ich es dennoch unterhaltsam, aber passieren darf da wohl nichts. Aber wie schon oefters erwaehnt, that is Thailand.

Der ganze Schabernack war so um 17.30h zu Ende. Ich wurde wieder bei meinem Hotel abgesetzt. Ohne auch nur in mein Zimmer zu gehen, suchte ich den Weg direkt zum Strand, den hatte ich ja noch nicht gesehen. Und dieser beeindruckte mich echt zutiefst. Im Gegensatz zu Railey war hier das Wasser echt tuerkisfarben, sehr wenig Leute. Dafuer aber weniger Natur, sondern nur Sandstrand und Wasser soweit das Auge reicht, einfach schoen. Sofort rein ins Wasser und siehe da, es begann zu regnen was mir aber ziemlich egal war. Der Regen dauerte auch nur kurz und es war danach ein schoener Regenbogen zu sehen. Ich verblieb noch ca. eine Stunde dort, einen neuen Freund hab ich auch, ganz keck hat sich ein Vogerl direkt zu mir gesetzt, das habe ich in dieser Form auch noch nicht erlebt.

Ich werde den heutigen Abend wohl mal mit etwas anderem als Meeresfruechte ausklingen lassen (haette nach 8 Tagen Meer mal Gusta auf Kaesekrainer vom Chilli oder auch ein warmes Leberkaessemmerl oder so ). Der Fischgestank hie und da hat womoeglich auch schon das ein oder andere dazu beigetraen. Ausserdem werde ich - der Aussie hat es mir empfohlen - eine Fussmassage geniessen. Mal sehn, ob die Massage haelt was er versprochen hat. Danach werde ich noch die Faehre fuer morgen checken. Am liebsten waere mir, wenn ich den Vormittag noch am Strand hier in Samui geniessen kann und erst gegen Mittag meine Zelte hier abbrechen koennte. Aber mal sehn wie es kommt, ihr werdet es morgen erfahren.

Und nun ganz viel Spass bei den heutigen SEEEHR vielen Bildern des Tages:

  Ohhhh My friend from Australia Segnung durch Buddha Toter Buddha (1973) Beach von Samui Regenbogen auf Samui Schon wieder ein neuer Freund

 

 

Auf dem Weg nach Koh Samui /Verkehrsregeln in Thailand ?

Samstag, 14.06.2014

Nachdem ich gestern abend zum letzten Mal in Railey gespeist habe, wollte ich zum Abschluss noch einen Abendspaziergang absolvieren. Natürlich war mein Ziel die schöne Bucht Phra Nang, ich wollte sie gerne auch bei Nacht mal sehen. Außerdem war ich am Wasserstand des Meeres hinsichtlich Flut interessiert. Als ich dort ankam, war es so stockfinster, dass man nicht mal die Hand vor dem Gesicht sehen konnte. Aber kein Problem, mein Handy war auch darauf vorbereitet (Taschenlampen-App). Wie ich feststellen konnte, hatte sich die Flut schon extrem weit vorgearbeitet. Große Teile des Strands waren bereits komplett überflutet. Was aber total interessant war, waren die vielen kleinen Löcher im Sand, die zu sehen waren wenn sich die Gischt wieder etwas in die Tiefen des Meeres zurückgezogen hat. Diese Löcher waren ein Produkt der Emsigkeit vieler kleinen Krebse, die sich wahnsinnig schnell und vor allem ästhetisch bzw. besser gesagt beinahe schwebend bewegten. Natürlich musste ich sofort so einem Viecherl nachlaufen. Man merkte, dass es sich ziemlich verfolgt fühlte und ergriff spontan die Flucht in Richtung Felswand, wo aber dann jeglicher Fluchtweg komplett versperrt war. Somit war der Krebs meinem Vorhaben, ein Foto zu knipsen, wehrlos ausgeliefert. Der Junge kam mir mit dem 1er-Schmäh, die "Ich stell mich kurz mal tod Nummer" . Natürlich konnte ich es nicht lassen, das Krebserl etwas zu reizen und am Panzer anzufassen. Keine Bewegung, sogar als ich ihn etwas mit Sand anschüttete (Anmerkung: Ich bin kein Fierquäler).

 

 

 

 

 

Die letzte Nacht war sicherlich die stürmischste hier. Der Wind wehte extrem und auch der Regen bemuehte sich sehr. Diese Kombination ließ den Lärmpegel zu den Longboats natürlich zusaetzlich etwas ansteigen. Darüber hinaus konnte ich in meinem Himmelsbett immer wieder verspüren, wie sich durch den Sturm das Holzhäuschen immer wieder mal leicht hin und her bewegt hat . Gut geschlafen habe ich aber trotzdem.

 

 

Der nächste morgen begann um 08.00h, alles strategisch gut einpacken und auschecken, damit ich pünktlich um 09.30h beim Diamond-Resort zur Abfahrt bereit stand, mit der Puenktlichkeit ist das bei mir ja manchmal ein Problem. Im ganzen Häuschen lagen uebringes noch Teile der Natur herum, am Boden, auf der Couch, sogar in der Badewanne waren kleine Blaetter und Unrast. Kein Wunder also, wenn so manche Tierchen den Weg ins Innere finden . Das Auschecken hat mehr oder weniger gut geklappt, die üblichen Englisch-Herausforderungen halt wieder. Schmunzeln musste ich nur, als ein Gast neben mir früher als geplant ausgecheckt hatte, weil ein Gecko es sich in seinem Hüttchen bequem eingerichtet hat. Ist doch kein Wunder, das kleine Ding musste ja draußen Todesangst bekommen bei diesem Unwetter ... har har har, super !

 

 

Das Longtailboot legte pünktlich um 10.00h von Railey ab, ich hatte noch etwas Zeit und habe mir deshalb noch einen extrem suessen Eiscafe genehmigt. Die Booterlfahrt dauerte sehr kurz, dann wurden wir in einen Van gelotst, der uns nach kurzer Zeit wieder in den nächsten umsteigen ließ. Nun begann eine etwas längere Fahrt (ca. 2 Std.). War aber wieder total interessant. Ich als "Alleinreisender" nahm im Font, also als Beifahrer Platz. Pflichtbewusst wollte ich mich angurten, der Gurt war ja auch da, aber das Gegenstück zum Einrasten fehlte. Warum sollte man das auch in Thailand brauchen, hier fahrt man sehr sicherheitsdenkend . DENKSTE ! Der Lenker gab wohl sein Bestes, um mich bzw. uns zu "beeindrucken". Hupen bei jeder sich zu bietender Gelegenheit, Kurven schneiden wo immer es nur ging, dauernd telefonieren und dass im hohen Dezibelbereich, über Sperrflächen fahren bzw. sogar überholen, Geschwindigkeitsbegrenzungen gab es sowieso keine. Hier in Thailand ist ja Linksverkehr, daher nannte der Chaffeur natürlich die rechte Seite zur Gaenze sein eigen. Es war auch verblüffend zu sehen, wie Mopeds optimal ausgenutzt werden konnten. Sturzhelm trug quasi sowieso kaum jemand, 3 Personen sind die Regel, auch teilweise mal 4. Einmal hintereinander angeordnet, einmal seitlich mit herabhängenden Füßen auf einer Seite, einmal Kleinkind in der Mitte eingequetscht, einmal Kind hinten angeklammert. Ganze Familien sitzen während der Fahrt auf der Schnellstraße auf der Ladefläche eines Pickups und essen gemütlich zu Mittag. Einfach toll, die scheuen hier offensichtlich kein Risiko. Vermutlich wird auf diese Weise bewusst dazu beigetragen, den Überschuss der Bevölkerung etwas einzudämmen . So viele kleine, liebe, putzige Kinder, die ich im Vorbeifahren gesehen habe, auf Mopeds, Ladeflächen, an Straßenrändern oder auch neben Häusern. Sie schauen alle so glücklich und zufrieden aus und sind offensichtlich mit den Dingen die sie haben, zufrieden.

Was mir in den letzten Tagen auch immer wieder aufgefallen ist, ist der relativ hohe Anteil an Muslimen hier. Mein Resort zB. war ein muslimisch geführtes Hotel, daher sehr viele eingeschleierte Damen mit noch schlechteren Englischkenntnissen. Natürlich gabs auch dort keinen Alkohol oder Schweinas, se kloa.

 

 

Um ca. 13.15h wurden wir wieder einmal  zwischengeparkt irgendwo in der Pampas. Wenn man am Ende als Sklave auf eine alte Galeere zum Shrimpsfischen verkauft worden wäre, hätte man wohl auch nichts dagegen unternehmen können . Irgendwie fühlt man sich beim Transport als Ware, ständig bekommst du Aufkleber, damit du nicht falsch "verladen" wirst . Ich habe die ca. einstündige Pause für eine Essen (Nudeln mit Huhn) sowie einen Toilettenbesuch genützt, zum Glück war nur Pipi nötig. Über den Zustand dieser Sanitäreinrichtung spare ich mir hier jeglichen weiteren Kommentar. Danach ging die Reise in einem großen Reisebus mit einwandfreien Zustand der Fenster weiter. Der leichte Mangel erinnerte mich irgendwie an einen Pistolendurchschuss . Hier in Thailand würde man wohl auch das Pickerl bekommen, wenn sich das Ganze auf der Windschutzscheibe abspielen würde. Beim Zwischenstop habe ich übrigens auch gleich den Weitertransfer von Koh Samui nach Chaweng gebucht. Lang hatte die Reise mit diesem Bus allerdings nicht gedauert, ich merkte bald, da stimmt was nicht. Der Bus ruckelte waehrend der Fahrt nur mehr und so kamen wir zu stehen. Es dauerte wieder knapp 30 Minuten, bis wir in einen anderen Bus umverladen wurden, der andere war nicht mehr fahrtuechtig. Vermutlich wurde der Bus auch schon an anderen Stellen angeschossen, nicht nur an meinem Fenster vorher .

Allgemein merke ich, dass ich durch das detaillierte Schreiben des Blogs die ganze Reise viel intensiver erlebe. Viele Kleinigkeiten erhalten dadurch mehr Aufmerksamkeit und werden nicht nur als oberflächliche Randerscheinung abgetan. Als Alleinreisender in so einem großen Land ist Selbstorganisation ziemlich wichtig. Natürlich fühle ich mich zum Teil etwas einsam, wie gerne hätte ich zB. beim Essen Maria und die Kinder bei mir. Es gibt doch nichts Schöneres als sich hier abzustimmen, "du isst das und ich dann das und dann tauschen wir etwas untereinander, usw." Je länger die Reise dauert, mittlerweile 8 Tage, desto mehr Routine macht sich breit. Habe ich in den ersten Tagen immer wieder mal etwas liegen gelassen oder auch vergessen, passiert mir das nun kaum mehr. Bis auf heute, ich habe endlich den USB-Stick verloren OH NEIN . Natürlich ist alles etwas schwieriger, da man selber echt an alles denke muss und niemanden hat mit dem man sich abstimmen könnte oder der sagt, hast eh das und das nicht vergessen. Deshalb hat sich Samsi (mein Smartphone) immer mehr zu einer echt großen Stütze entwickelt, dem ich alles "anvertrauen" kann und mir bei der Suche nach allem hilft (ausser wohl USB-Stick, schnief), der mich auch zum Essen begleitet ohne selber etwas bestellen zu wollen ;-). Ohne Samsi wäre ich wohl komplett hier aufgeschmissen. Außerdem gibt es mir die Möglichkeit immer mit Freunden und Familie zu kommunizieren, wann immer ich unter Berücksichtigung der 5-stündigen Zeitverschiebung Lust und Laune dazu habe. So kann ich auch unverzüglich all meine Eindrücke "zu Papier" bringen oder auch Wartezeiten (wie etwa Anreise) überbrücken. Auch denke ich, dass man ein Reisetagebuch eher als Alleinreisender schreibt, da man sich in der "Einsamkeit" eher die Zeit nimmt als wenn man zu zweit oder dritt reist. Außerdem würde es den oder die Mitreisenden relativ bald nerven, wenn jemand dauernd mit dem Handy rumspielt . So befinde ich mich also in meiner eigenen, kleinen, ungestoerten Gedankenwelt. In diesem Sinne also auch dir danke, Samsi :-). Grundsätzlich fällt es mir hier total leicht, auch aus nicht so tollen Erlebnissen das Humorvolle zu extrahieren.

Nach der Ankunft am Hafen sowie nach längerer Wartezeit durften wir schließlich die Fähre betreten. Das Innenleben hat mich sehr an das eines Flugzeuges erinnert. Aus der Ferne konnte man im Meer den ein oder anderen Delphin beobachten. Ich habe die warme Zugluft an Deck echt genossen. Nachdem wir an Land angelegt hatten, wurden wir schon von einer Horde Thai erwartet, die uns gleich einen Ausflug nach dem anderen verkaufen wollten. Nun ging es wieder rein in einen Van, mit Ziel Chaweng. Unser Bus war mit lauter Maedels und einem Paerchen aus Pakistan besetzt. Die Maedels wollten unbedingt in der guenstigsten Jugendherberge absteigen, die Pakis ein Hotel mit Pool. Ich war fuer alles offen und schaute mir mal das Youthhostel an. Ein Gemeinschaftszimmer, das schon den ein oder anderen beherbergte, war fuer mich heute kein Thema, fuer die Pakis auch nicht. Deshalb hat mich der Pakimann bei der Hand genommen und hat vorgeschlagen, gemeinsam ein Hotel zu suchen. Gesagt, getan. Er hat hierbei absolut die Regie uebernommen und ein echt feines Hotel mit Pool und eigenem Strand ausgehandelt (http://www.chawengbudgethotelkosamui.com/index.htm?lbl=yh-en) , zum total guenstigen Preis (ca. 20 EUR die Nacht). Der hat super gehandelt. Das Zimmer ist echt superfein, total zentral, sogar Internet ist dabei. Ein total netter Bursch, ich haette das nicht so gekonnt, wie der. Aber er meinte, das ist auch bei ihm zuhause ganz normal. Ich war beeindruckt, wie sehr er sich auch fuer mich eingesetzt hat. In Summe hat die Reise nach Koh Samui von 10.00h bis 20.00h, also 10 Stunden gedauert, "geworben" wurde mit der Haelfte, aber wie ihr wisst, ist fuer mich ok .

Nun stand ich natuerlich noch vor der Herausforderung, wie ich denn wieder zu einem USB Stick komme. Durch Zufall fand ich gleich an der Strasse einen Handyshop, der mir um eine Bagatelle ein Kabel verkauft hat, so kann ich euch zum Glueck weiter mit Fotos bedienen. Jetzt mach ich den Blog noch fertig, dann gehe ich noch eine Runde und werde noch eine Kleinigkeit zu mir nehmen. Dann sehen wir mal, was die Nacht und der morgige Tag bringt.

Bis dahin, all the best !

    Anlegestelle Faehre

 

 

Abschied von Railey East (Krabi) - Next station Koh Samui

Freitag, 13.06.2014

Liebe treue Leser meines Blogs,

ich bin sprachlos (und das mag bei mir was heißen) über die vielen Leser meines Blogs, die mich von zuhause aus bei meinem Abenteuer Thailand Tag für Tag begleiten. Ich habe mittlerweile Zugriffe im unteren 3stelligen Bereich, also fast 100 pro Tag .. Durch Zufall habe ich nämlich eine Statistik in meinem Admin-Account dazu gefunden. Ich wusste ja schließlich bis heute nicht, ob meine Reiseberichte in dieser Form überhaupt interessant sind, nachdem ich bisher nur vereinzelt Postings erhalten habe (das sollte nun ein indirekter Aufruf zum Posten sein, freue mich über jede Nachricht aus der Heimat  ). Ach übrigens, der erste Blog ist gratis, danach geht es in ein kostenpflichtiges, unkündbares Dauerabo über . Nochmals danke, ganz großes Kino. Die Grundidee dazu war in erster Linie, meine liebsten daheim auf diese Weise Tag für Tag auf dem Laufenden zu halten, damit sich niemand Sorgen zu machen braucht. Schließlich bin ich ja alleine unterwegs und habe niemanden, der sich im Falle eines Falles um mich kümmert. In zweiter Linie habe ich den Blog für mich erstellt, damit auch noch die kleinsten Erlebnisse in den nächsten Jahren für mich immer wieder abrufbar sind und so in ewige Erinnerung gerufen werden können. Vielleicht überdenke ich meine berufliche Zukunft nochmal und werde Reisejournalist, macht schließlich großen Spaß und man lernt die Welt so richtig kennen .... Nein, nie und nimmer, ich freue mich auf www.busreisen-lehner.at schon extrem und außerdem daheim bei Familie und Freunden ist und bleibt es doch am Schönsten.

Gestern Abend nach Fertigstellung des letzten Blogs hat es mich zum Abendessen wieder in das Lokal verschlagen,  bei dem ich vorgestern schon mal war. Da es mir da echt sehr gut geschmeckt hatte, wollte ich die Kalamaris wieder haben, allerdings diesmal mit anderer Sauce. Alles wiederum super, allerdings etwas scharf (puh, das war auch heute morgen noch bemerkbar ). Zu meiner Verblüffung wusste die Kellnerin meinen Namen und sogar mein Resort, ich war total baff. Dazu aber eine kurze Vorgeschichte: Als ich vorgestern direkt nach dem Baden und dem Blog spät vorbeikam, wollte ich gleich zu Abend essen, hatte allerdings das bekannte Problem, nämlich wenig Geld in der Tasche und auch keine Karte (die liegt aus Gründen der Sicherheit immer im Safe im Zimmer) dabei zu haben. Da hier das Essen immer in 100 Gramm berechnet wird, war die Sache natürlich nicht ganz so kalkulierbar. Schließlich wusste ich ja nicht, ob das Geld am Ende reicht. Daher begannen wir ein lustiges Spiel. Krake auf Waage und rechnen. Dieses Spiel spielten wir so 2-3x bis wir die richtige Krake zum richtigen Preis gefunden hatten. Erschwerend kam für die Kellnerin der Umstand dazu, dass ich auch noch ein Cola trinken wollte (hier gibts das übrigens gekühlt im Glas mit Eiswürfel). Ich muss ihr im Zuge der Wägerei und Rechnerei mal meinen Namen gesagt haben und dass ich im Great View herberge und falls das Geld nicht reichen sollte nächsten Tag die Schulden begleichen komme. Weil wir aber sehr gut und genau gerechnet haben, ist sich alles exakt ausgegangen. Umso mehr verblüffter war ich dann heute, als sie mich sofort mit Namen und Resort angesprochen hatte. Ich habe ihr gleich gesagt, dass Geld heute quasi "keine Rolle" spielt. Sie war beruhigt, total liebe Dame, leider halt wieder die bekannte, eklatante Englischschwäche. Essen war wieder fein, freundlich habe ich ihr noch einen schönen Abend gewunschen. Da sie auch das nicht verstanden hat, hab ich ihr einfach nochmals gewunken. War spassig ...

Als ich dann schließlich in meine Baumhütte zurückgekehrt bin, hat schon jemand direkt an der Haustür gewartet, besser gesagt, er ist daran geklebt. Vermutlich wollte er mit rein, aber ich konnte und wollte ihn dann doch nicht einlassen. Aber zumindest ein Foto haben wir gemacht. Ich nenne ihn einfach mal Salamandi. Am Weg dorthin ist mir auch noch ein Krebs (zumindest glaube ich, dass es einer war, aber seht selbst) begegnet. Absolut schöne, für mich neue Tierwelt hier ... Auch Streunerkatzen gibt es hier wie Sand am Meer. Alles sind furchtbar mager, setzten sich auch gerne mal beim Essen auf den Tisch (ist mir auch passiert) und sehen auch etwas anders aus wie daheim, ich finde sie haben auch thailändische Gesichtszüge, ehrlich wahr .

Das Eröffnungsspiel der WM habe ich aufgrund der doch etwas unorthodoxen Uhrzeit (03.00h MEZ) sausen lassen, dafür habe ich in aller Ruhe wieder ein schmackhaftes Frühstück genossen. Diesmal gabs typisch Thai, Putenfleisch mit Gemüse und Nudeln, ungewöhnlich für uns Europäer aber zumindest ich könnte mich daran gewöhnen.

Danach bin ich ein letztes Mal zu meinem Strand und musste feststellen, dass das Meer durch die Flut offenbar ziemlich viel Unrast und auch Müll freigegeben hat. Außerdem war es auch extrem windig und auch leider wie auch schon gestern keine Sonne, warm allerdings wie eh und je. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, zu Fuß Railey West anzuvisieren (da bin ich auch mit dem Longboat angekommen). Auch hier keine Leute, das Personal in den Restaurants steht großteils gelangweilt rum oder ist mit Reinigungsarbeiten beschäftigt (zumindest tun sie so). Ich habe vom leeren Strand noch ein Foto beigefügt. Sonnencreme habe ich übrigens noch keine benötigt, die ist echt sauteuer hier (umgerechnet €10). Dafür ist Insektenschutz absolut wichtig. Sobald es finster wird, sind die Gfraster auch schon da. Ich habe da so eine Creme (Insecticum, sauteuer aber es wirkt), die nach einem Stich kühlen sollte. Ich habe die nun benutzt, um mich proaktiv zu schützen. Das scheint gut zu funktionieren .

Ich denke, es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Railey morgen zu verlassen und weiterzuziehen. Auch habe ich meine Pläne nochmals überdacht und werde nun doch nicht nach Krabi Town, sondern nach Koh Samui weiterreisen. Die Anreise ist organisiert, ich habe vorhin ein Ticket gelöst. Es geht mit Longtail morgen um 10.00h los, danach mit Bus und später mit Speedboat weiter nach Samui. Die ganze Reise sollte in Summe ca. 5h dauern. Dort werde ich mir wohl dann ein Moperl mieten und die Insel etwas erkunden. Außerdem gibt es dort auch große Märkte, wo ich dann noch die ein oder andere Besorgung erledigen kann. Ich werde Chaweng ansteuern, dort 2 Nächte bleiben (Klima und Himmelbett nun ein MUSS) und dann am Montag morgen per Boot weiter nach Koh Tao fahren. Von Samui ist das nicht  so weit, ist ja eine Nachbarinsel. Der Typ vom Touristoffice sprach übrigens super englisch, alles easy. Ein Kätzchen hat dort ganz aufdringlich um meine Gunst geworben (ich meine damit bitte eine 4-beinige ). Die war nicht mehr wegzubekommen und hat sich total festgekrallt an meiner Hose. 

Nach ganz langer Zeit konnte ich erstmals wieder ein unmissverständliches Gespräch führen, welches nicht nur aus Lächeln und Wortfetzen bestand.

 

Heute tun mir von der Kletterei gestern ziemlich die Oberschenkel weh, dh. ein Muskelkater hat mich ereilt.

 

Noch ein Satz zur Wäscherei: Das Ganze hat super geklappt und das zum Preis von umgerechnrt knapp € 3. Alles sauber, bis auf meine Lieblingsshort. Den Schmutz am Hintern und auch den Hörnchenüberzug haben die leider nicht mehr ganz sauber bekommen. Tja, echt schade, Maria wird das daheim dann sicher schaffen . Apropos Hörnchen: Ich habe indirekt einen versteckten Hinweis erhalten, dass ich mich in meinem letzten Blog möglicherweise missverständlich ausgedrückt habe. Mit meinem "Hörnchen" ist mein Nackenkissen gemeint, nicht mehr und auch nicht weniger, liebe MLH .

 

 

Internet ist verglichen zu anderen Dingen hier unglaublich teuer. Deshalb ist es vielleicht gar keine so schlechte Idee, die Blogs via Handy einzutippen. Ausserdem werde ich dann irgendwann sicher so schnell wie meine liebe Jara.

Auf alle Faelle habe ich mit dem letzten Abendessen hier in Railey West meinen Aufenthalt abgeschlosse, ich habe gut gespeist und werde mich dann auf den Weg zurueck ins Resort machen. Um 23.00h ist Anpfiff zur 2. WM-Partie, ich freue mich insbesondere auf den thailaendischen Kommentar. Ich wuensche euch allen ein schoenes Wochenende.

  Krabbi auf Krabi Minki 1 Thai Minki 2 (absolutes Thai-Gesicht, oder ?) Ebbe ganz intensiv Railey West Railey West Railey West Ohne Worte Mein Hoernchen Handtuecher liebevoll gefaltet im Resort Pool fuer mich allein, nur windig ist es a bisserl

Abenteuer im Internetcafe, Laundry und beim Klettern

Donnerstag, 12.06.2014

Heute versuche ich erstmals, einen Blog über das Handy zu schreiben. Das dauert zwar wesentlich länger, allerdings habe ich ja wohl genügend Zeit dafür. Außerdem klappts dann auch erstmals mit den Umlauten, die es mir bisher doch sehr schwer gemacht haben . Nachdem ich den Internetladen gestern Abend verlassen habe, gab es mit dem Angestellten noch einen kleinen Disput. Ich habe mich beim Hotelmanager meines Resorts bei meiner Ankunft gleich nach einem Internetcafe erkundigt. Er meinte zwar, dass es im Resort keines gibt, ich aber ins View Point Resort gehen soll und einfach sagen soll, ich käme vom Great View, dann sei das kostenlos. Um auf Nummer sicher zu gehen habe ich genau das dem Angestellten im Vorfeld gesagt, damit es nicht im Nachhinein zu einem Missverständnis kommt. Er nickte nur freundlich und lächelte - wie die Thais das halt so machen - und ich ging meinem Vergnuegen am Computer nach. Nach getaner Arbeit stand ich auf und wollte das Lokal verlassen. Diesmal war jedoch kein Lächeln im Gesicht des Thais abzulesen, im Gegenteil, er schien etwas nervös zu sein und verlangte für 1:40h 180 Baht. Nun war ICH etwas sauer und versuchte erneut, ihm die Situation zu erklären. Das war allerdings erwartungsgemäß erneut nich von Erfolg gekrönt. Der Bursche wusste sich irgendwann nicht mehr zu helfen und holte Verstärkung. Der "Retter" des Angestellten konnte etwas besser englisch und versperrte mir den Weg und sagte unmissverständlich, dass ich ohne Bezahlung hier sowieso nich mehr raus könne. Kurz hatte ich Angst um mein Leben . Ich bat den Burschen, er möge das bitte telefonisch mit meinem Hotel klären was er anschließend auch tat. Allerdings war der Manager - wie konnte es anders wohl sein - nicht mehr im Dienst und die Angestellte wusste natürlich von nichts ... he he he. Auch ich sollte kurz mit der Dame sprechen. Ich sah und hoerte zwar diesmal kein Lächeln der Armen, allerdings war das Englischniveau wiederum sehr ausbaufähig. Mir wurde die Sache schließlich zu bunt und bezahlte dann auch, war eh ein läppischer Betrag aber da gings mir ums Prinzip. Lächelnd und zufrieden mit der Welt verließ ich das Anwesen. Als ich rausging, musste ich leider feststellen, dass es momentan ziemlich regnet. 

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, gleich das erstbeste Restaurant zu nehmen um mich nicht dem Regen auszusetzen. Wie fast immer war ich quasi der einzige Gast. Diesmal stand Thai-Buffet am Speiseplan. Allerdings habe ich das bald bereut, da alle Speisen bereits fast kalt waren und auch die Qualität ziemlich dürftig war. Hätte ich eigentlich auch vorher schon draufkommen können, schließlich war ja außer mir keiner da. Noch ein Cola dazu bestellt, serviert in Dose inkl. Strohhalm. Zum Glück wars auch nicht wirklich kalt . Das Personal, dass aus 10 Personen (ich habs tatsächlich gezählt), schien ziemlich beschäftigt zu sein. Es lief eine Serie im Thai-TV, die wohl extrem spannend sein muss. Wie gebannt starrten sie alle auf den Schirm. Ich, als etwas gebranntes Kind in Bezug auf Einsparungen, habe hier sehr viel Einsparungspotential erkannt. Ein Foto war mir das ebenso wert. Aber das Beste kommt erst jetzt: Nach einem Aufruf eines Chefs des Personals stürmt

en noch weiter Angestellte - ich weiß echt nicht, wo sich die in der Zwischenzeit versteckt hielten - zum Sturm auf das Buffet. Ich empfand dies als absolut besten Zeitpunkt, nun zu gehen. Außerdem hatte es ja aufgehört zu regnen.

 

Die Nacht verlief wiederum ruhig und friedlich, wenn man die Tier- und Longboatgeräusche außer 8 lässt. Einmal dachte ich tatsächlich, da muss ein Vogel im Zimmer sein, so laut schien das wie der schrie. Aber für mich passt das schon ...

 

 

Heute morgen gegen 09.30h habe ich das Frühstück mal getestet. Ich war wider Erwaten der einzige Gast, dementsprechend war die Auswahl nicht mehr ganz so groß, aber

für mich hats dennoch gut gepasst - etwas Schokocornflakes, dazu ein lieblich zubereitetes Spiegelei in Herzform.

Fuer heute hatte ich die Besteigung eines Klettersteigs auf dem Programm, welcher nach erfolgreicher Absolvierung mit einem atemberaubenden Blick von oben belohnt werden sollte. Auf dem Hinweisschild stand eine Warnung, dass man den Pfad (der mit Seilen zur "leichteren" Begehung dient) nicht bei Naesse erklimmen soll. Nachdem es die ganze Nacht ziemlich viel geregnet hat und ich der Meinung war, heute ist der richtige Tag, bin ich gleich mal losmarschiert. Natuerlich mit dem besten Schuhwerk, das man sich fuer solche Zwecke nur wuenschen kann, mit meinen Allzweck-Grocs, schliesslich habe ich keine wirklich festen Schuhe dabei, warum auch ? Es hat nicht lange gedauert, bis mir der Schweiss so richtig ueber den ganzen Koerper geflossen ist, schliesslich hatte ich auch den Rucksack dabei (wollte anschliessend ja gleich baden gehen in meine Lieblingsbucht). Ich muss wirklich sagen, es war extrem anstrengend und jeder Schritt in die Hoehe musste gut ueberlegt sein, schliesslich habe ich Verantwortung zu tragen als Ehemann und Vater (habe einige Fotos dann unten im Gepaeck heute). Oben angekommen, habe ich gelesen, dass es hier noch eine Lagune gibt. Auf dem Schild stand 100m. Ganz begeistert dachte ich, die 100m schaff ich auch noch, allerdings musste ich feststellen das 1.) das wohl nicht Meter sondern eher Minuten sein konnten und 2.) es teilweise senkrecht nach unten ging. Ueberdies war es da total schlammig und ich hatte echt zu tun, dass ich nicht dauern wegrutschte. Einmal hat es mich dennoch erwischt, RUMPS und ich sass mit meinem Allerwertesten aber komplett im braunen Matsch (wie unangenehm). Die Hose war genau auf der richtigen Stelle braun, als koennte man meinen ...... 3 Maedels haben es beobachtet und sich gleich Sorgen um mich gemacht. Die waren auch um einiges schneidiger als ich, denn die ueberholten mich im Eiltempo (eine war sogar barfuss !! unterwegs). Nach einigem Hin- und Herueberlegen habe ich dann entschieden, dieses Risiko nicht einzugehen und ich konzentrierte mich auf den Aussichtspunkt. Durch Zufall fand ich auf dem Weg dahin ein weiteres Schild mit dem Hinweis "Abkuerzung zur Lagune". Ich dachte, so Maedels, jetzt bin ich ev. sogar noch vor euch da - he he. Aber falsch gedacht, ich stand nach der Abkuerzung genau wieder vor der Schlucht, wo man runterklettern sollte. Also gut, dann eben nicht. Sehr wohl aber ab zur Aussicht. Die war auch relativ rasch erreicht und wieder muss ich sagen, die ganze Muehe hat sich gelohnt, der Ausblick ist fantastisch. Auf alle sicherheitstechnischen Aspekte wurde natuerlich seitens der Verantwortlichen zu 100% Ruecksicht genommen. Die Schlucht war genau gar nicht gesichert. Wenn man da nicht aufpasst, faellt man geschaetzte 100 Meter in die Tiefe, nichts abgeperrt, kein Hinweisschild, rein gar nichts. Aber so ist Thailand halt. Ich habe die Zeit da  oben genossen. Schliesslich habe ich Besuch eines jungen Burschen aus Bosnien erhalten. Nachdem wir die meiste Zeit englisch sprachen (er dachte ich komme aus Australia), habe ich ihm erzaehlt, dass ich von Wien aus geflogen bin. Danach haben wir auf deutsch gewechselt, er sprach das perfekt, ist im Krieg damals nach Deutschland gefluechtet. Der verbringt mit seiner Frau Flitterwochen und verbringt in Summe 40 Tage in Thailand, er war uebrigens von Bangkok auch nicht wirklich angetan so wie ich. Ein Detail fuer alle Fussballbegeisterten: Er drueckte mit Edin Dzeko die Schulbank. Danach ging es wieder zurueck zum Pfad, nun war Abstieg angesagt. Langsam, gaaaanz langsam ging ich da an die Sache ran, die Schenkel brannten schon etwas. Von oben bis unten war ich bereits voll braunem Dreck, sogar im Gesicht und Rucksack, ganz schlimm hat es auch mein Hoernchen erwischt, welches ich dummerweise aussen angeschnallt hatte. Zumindest hatte ich dann endlich einen Grund, am Abend eine Waescherei aufzusuchen, dazu aber mehr, auch das war wirklich abenteuerlich. Nachdem ich den Rest des Tages dann wieder in "meiner" Lieblingsbucht verbrachte, ging es wieder zurueck Richtung Resort. Leider liess sich die Sonne heute nicht einmal blicken, das Meer war etwas unruhig, die Wellen waren hoch, was mir aber Spass machte. Aber das alles tat meiner Laune keinen Abbruch, es hatte ja dennoch knapp 30 Grad Aussentemperatur. Ausserdem habe ich ein paar Amerikanern beim Klettern zugesehen auf dieser hoellischen Wand, direkt neben mir. Railey ist fuer Kletterer uebrigens perfekt geeignet aufgrund dieser hohen Kalkgesteine, die wunderbar im Laufe der Zeit von der Natur geformt wurden. Am Weg zurueck musste ich erneut staunen, wie weit sich das Meer zurueckgezogen hatte. Noch viel mehr als gestern. Das hat wohl auch mit dem Vollmond zu tun, der Ende der Woche ist. Es wird ja auch hier mit einer Fahrt nach Ko Phangan geworben, da finden die beruehmten Vollmondpartys statt.

 

Zurueck im Ressort, erstmals vom ganzen Dreck befreit und ordentlich geduscht. Kurz (endlich) das Buch angefangen und dann die Schmutzwaesche fuer die Waescherei zusammengefasst. Ich wollte dies im Hotel abgeben, schliesslich stand das auf dem Prospekt. Aber leider wurde meine Anfrage wieder zu einer zu grossen Herausforderung an der Rezeption. Ich habe wieder viel Laecheln geschenkt bekommen, wenn ihr mittlerweile wisst, was ich damit sagen will . Ich glaube, sie haben zwar verstanden worum es mir geht (schliesslich war ich ja mit dem Sack Schmutzwaesche bewaffnet), allerdings mehr wohl nicht. Ich habe mich dann dazu entschlossen, an der Promenade nach einer Waescherei zu suchen, was mir bald gelang. Dort ging alles unkompliziert, morgen um 14.00h fertig, 2 kg., Kosten 100 Baht, also keine 3 Euro. 

 Hoffentlich krieg ich die Sachen tatsaechlich wieder, ich darf nur den Beleg nicht verlieren .. Oh oh .

 Ach wo, vergessen kann mir nicht passieren !

Morgen ist mein letzter Tag hier, dann habe ich auch schon wieder einen Plan. Ich suche mir wohl am Freitag in Krabi-Town ein Hotel fuer eine Nacht, um noch ein paar Dinge fuer zuhause zu kaufen. Schliesslich habe ich die T-Shirts fuer Martin noch immer nicht beinand und Ria wuenscht sich eine Bayern-Dress. Am folgenden Tag gehts dann weiter nach Koh Tao zum Tauchen, weitere Inseln lasse ich aus, ansonsten ist das zu stressig.

Also dann, bis bald.

 

 

 

Spannend, diese Serie ... Flut am morgen Ebbe am abend         Ein Schelm, der etwas Schlechtes denkt ;) Mein neuer Bewohner Tausi

 

 

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